Piano Oriental

Piano Oriental (Avant Verlag)
Piano Oriental (Avant Verlag)

Heute geht es musikalisch einher bei comicli! Wir schwingen das Tanzbein und ich stelle euch ein neues Instrument vor. Na gut, zumindest stelle ich ein eine Graphic Novel vor, die dieses Instrument vorstellt. Und neu ist das Instrument eigentlich auch nicht. Aber wenn ihr es nicht kennt, dann ist es auf jeden Fall eine kleine Bereicherung für euch. Es dreht sich alles um das Piano Oriental. In der gleichnamigen Graphic Novel „Piano Oriental“ von Zeina Abirached erzählt die Autorin die Geschichte dieses besonderen Klaviers. Worum es genau geht und wie ich die Graphic Novel fand, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.

Worum geht’s?

In Piano Oriental geht es um die Geschichte von Abdallah Kamanja, dem Erfinder des Piano Oriental in den 60er Jahren in Beirut, Libanon. Dabei orientiert sich die Hauptfigur an dem tatsächlichen Erfinder Abdallah Chahine. Was macht das Klavier so besonders? Wie der Name es erahnen lässt, handelt es sich um ein Klavier, welches die Klänge des Okzidents mit den einzigartigen Klängen des Orients vereint und somit eine große Reihe an neuen und einzigartigen Melodien ermöglicht. Um diese Klänge vereinen zu können, muss das Klavier so umgebaut werden, dass es die orientalische Viertelnote spielen kann. Abdallah und sein Freund Victor begeben sich nach Europa und wollen dort mit ihrer Idee Fuß fassen. Die Graphic Novel spielt sich abwechselnd in Frankreich und Beirut ab und gewährt Einblicke in das Leben des Klaviermachers, aber auch in das Leben der Autorin des Buches.

Persönliche Meinung

Zeina Abirached erzählt die Geschichte von Abdallah Kamanja und zeichnet eine liebevolle Person, die einem beim Lesen regelrecht ans Herz wächst. Obendrein erfährt man in diesem quasi autobiographischen Comic auch viel über die Autorin selbst, wie sie nach Frankreich kam und dort mit den kulturellen und sprachlichen Unterschieden umzugehen gelernt hat. In diesem Rahmen ist die Geschichte von Abdallah verpackt, die zwischen Beirut und Europa spielt. Farblich ist die Graphic Novel in Schwarz und Weiß gehalten, genau wie die Tasten eines Klaviers. Das sich das Thema Klavier durch die Graphic Novel zieht, merkt man insbesondere auch an den Klaviertasten-ähnlichen Mustern, ebenso wie an den vielen geraden Linien, die an Notenpapier erinnern. Nach dem Lesen möchte man unbedingt wissen, wie das Piano klingt aber zum Glück gibt es für solche Fälle das Internet.

Ich habe euch mal hier ein kleines Beispiel rausgesucht, in dem auch die Autorin nochmal zu Wort kommt:

Eine Leseprobe findet ihr außerdem hier. 🙂

Fazit

Ein Must-Read in black and white mit viel Herz. Besonders gut hat mir auch der autobiographische Aspekt bei der Geschichte gefallen, ebenso wie die Einblicke in ein Beirut vor dem Bürgerkrieg. Eine absolute Leseempfehlung meinerseits.

Weitere Graphic Novel Rezensionen und Empfehlungen gibt es hier.

Details

  • Avant Verlag
  • Text & Zeichnung: Zeina Abirached
  • Übersetzung aus dem Französischen von Annika Wisniewski
  • Veröffentlicht: Mai 2013
  • 212 Seiten , schwarzweiß , Klappenbroschur mit Foldout und Goldfolie
  • Themen: Musik, Naher Osten, Libanon, Gesellschaft, Geschichte

 

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