Mythen der Antike – Oedipus

Mythen der Antike - Oedipus (by Splitter Verlag)
Mythen der Antike – Oedipus (by Splitter Verlag)

Der Oedipus-Komplex. Ihr habt alle bestimmt schon mal davon gehört, oder? Doch was hat der Oedpius-Komplex mit dem antiken Griechenland zu tun? Und was hat die Sphinx in dieser Story zu suchen? Luc Ferry, Diego Oddi und Clotilde Bruneau liefern mit „Oedipus“ einen weiteren Teil der Mythen der Antike-Reihe, um den es in der heutigen Rezension gehen soll.

Worum geht’s?

So, doch worum geht es denn überhaupt in der Geschichte? König Laios und seine Frau Iokaste sollen ihrem Kind nach einer Prophezeiung das Leben nehmen. Das soll nämlich den Untergang ihres Königreichs Theben verhindern. Dafür lassen sie den kleinen Baby-Oedipus aussetzen. Doch es kommt alles anders als erwartet und er wird das Adoptivkind des Königs von Korinth.

Der Junge wird langsam erwachsen und begibt sich, auf der Suche nach Antworten zu seiner Herkunft, zum Orakel von Delphi. Was dieses jedoch für ihn bereit hält, hat es in sich: der junge Prinz soll seinen Vater töten und seine Mutter heiraten. So soll es auch kommen, schließlich hat das Orakel von Delphi seinen Ruf nicht von irgendwoher. Bis es so weit kommt, erlebt der junge Prinz noch einige Abenteuer und kämpft auch gegen die besagte Sphinx. Wie die Story ausgeht, erfahrt in der Graphic Novel selbst.

Persönliche Meinung 

Der Begriff Ödipus-Komplex ist vor allem durch Sigmund Freuds Psychoanalyse bekannt geworden und wurde just nach Veröffentlichung dieser Theorie von verschiedensten Psychoanalytikern auf die griechische Mythologie angewandt. Diese Info (und viele weitere spannende) habe ich aus dem fabelhaften und gut recherchierten Nachwort von Ferry, wie es sich in allen Teilen der Mythen der Antike-Reihe wiederfindet.

Zu Beginn der Geschichte wusste ich noch nichts über die Figur des Oedipus in der griechischen Mythologie, weswegen ich beim Einstieg in die Story auch erstmal über das Aussetzen des Babys überrascht war. Mit der Zeit hat das alles natürlich Sinn ergeben.

In diesem Band begleitet man den Protagonisten Oedipus wirklich von der Wiege bis zum Grab und bekommt genau mit wie sein Charakter sich von dem eines Teenagers zu einem weisen Mann und König entwickelt. Man lernt auch bereits Oedipus Tochter Antigone kennen, die ebenfalls einen eigenen Band in der Graphic-Novel-Reihe bekommt.

Eine Trigger-Warnung für Suizid möchte ich an dieser Stelle noch einbauen, da es mir beim Lesen aufgefallen ist und ich darüber nachgedacht habe. Auch wenn es nur fiktional ist, kann es immernoch Leser:innen triggern weswegen ich versuchen werde in meinen zukünftigen Rezensionen auf so etwas acht zu geben. Die Zeichnungen sind wie immer eine Augenweide, mit Ausnahme der Sphinx, wobei ihr Äußeres zu ihrem Inneren passt. Zumindest dem Einblick nach, den man in diesem Band bekommt.

Fazit

Eine grandiose Graphic Novel der Mythen der Antike-Reihe, die, wie die weiteren Bände, mit ihren Zeichnungen überzeugen und durch das fundierte Nachwort erweitertes Wissen, weit über die griechische Antike hinaus, vermittelt. Ein toller Band, der einem den Ursprung des bekannten Oedipus-Komplex verständlich und graphisch  näher bringt!

Eine Leseprobe findet ihr hier direkt auf der Verlagsseite.

Details

  • Erschienen am: 30.04.2020
  • Szenario: Luc Ferry, Clotilde Bruneau
  • Zeichnung: Diego Oddi
  • Übersetzung: Harald Sachse
  • Hardcover
  • Seitenzahl 56

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