Grimms Märchen – der große Märchenschatz [Rezension]

Grimms Märchen. Der große Märchenschatz (by Anaconda Verlag)
Grimms Märchen. Der große Märchenschatz (by Anaconda Verlag)

Habt ihr als Kinder auch so gerne Märchen gelesen? Oder lest sie sogar heute noch gern? Für Märchenfans, und alle anderen Bücherfans, rezensiere ich heute einen illustrierten Märchensammelband. Einen richtig dicken sogar noch dazu. Dabei handelt es sich um keine geringere Geschichtenkollektion als die vollständige Sammlung der Grimm’schen Märchen mit dem Titel “Grimms Märchen – der große Märchenschatz”.

Worum geht’s?

Aschenputtel, Hans im Glück, die Bremer Stadtmusikanten und der Hase und der Igel. Wer kennt die weltbekannten Märchen nicht? Doch wer glaubt, dass es damit getan ist, irrt sich. Auf fast 1000 Seiten finden sich etliche Märchen, einige sogar in fremden Zungen wie „De Gaudeif un sein Meester“ und „De drei Vügelkens“. Viele dieser Märchen sind dem Mainstream auf jedem Fall kein Wort. 444 Illustrationen in schwarz-weiß schmücken die Geschichten und zeigen kurze Ausschnitte dieser bildlich festgehalten.

Persönliche Meinung

Der wunderschöne Einband mit Goldprägung hebt das Buch um einiges hervor und verleiht ihm eine gewisse Hochwertigkeit, die jedoch mit den Seiten an sich etwas verfliegt. Das Papier ist sehr dünn, was vermutlich auch der Dicke des Buches geschuldet ist, und kann so ziemlich schnell reißen. Die Märchen sind kurz, meist nur zwei bis drei Seiten, und lassen sich einfach lesen. Mit Ausnahme derjenigen, die (ich nehme mal an) im Dialekt geschrieben sind, wobei hier einige Worte in Klammern ergänzend in Hochdeutsch hinzugefügt wurden, um das Lesen und Verstehen zu erleichtern.

Die Illustrationen im Jugendstil konnten mich persönlich leider nicht ganz überzeugen. Sie wirken sehr skizzenhaft und vermitteln nicht genügend Emotionen. Auch die Menschen, die darauf zu sehen sind, wirken zum Großteil unfreundlich und besonders für Kinder nicht wirklich ansprechend. Nun darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die Illustrationen von 1906 stammen und die Märchen sogar noch aus dem 19. Jahrhundert (1812 und 1815), was in gewisser Weise auch einen Einfluss auf die Lesart und die daraus resultierenden künstlerischen Illustrationen mit sich bringt. Auch wenn die Illustrationen mir persönlich nicht zusagen, passen sie dennoch gut zu den Märchen und spiegeln die Stimmung der meisten Erzählungen gut wider.

Für Neugierige gibt es eine Leseprobe hier.

Fazit

Eine riesige Sammlung Grimm‘scher Märchen mit altbekannten und unbekannten Geschichten. Die Illustrationen lassen leider zu wünschen übrig, weswegen das Buch lieber dann gekauft werden sollte, wenn man gerne eine große Sammlung der Märchen der Gebrüder Grimm hätte und nicht besonders viel Wert auf die bildliche Untermalung legt.

Ich danke dem Anaconda Verlag für das Rezensionsexemplar.

Mehr Illustriertes bei comicli.

Details

  • Autoren: Jacob und Wilhelm Grimm
  • Illustrationen: Otto Ubbelohde
  • Verlag: Anaconda
  • Hardcover, Pappband,
  • 944 Seiten, 15,0 x 21,3 cm
  • mit 444 schwarz-weiß-Illustrationen
  • Erschienen am  28. Februar 2022

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